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GEK

Mai 1878
Gründung der:
Nationale Kranken- und Begräbniskasse des Gewerkvereins der Deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen

Nicht nur der Name der GEK auch ihre Geschichte beginnt mit Gmünd. An einem schönen Maientag, nämlich dem 4. im Jahr 1878, kamen Arbeiter aus dem ganzen Gebiet des damaligen Deutschen Reichs in die ehrwürdige Stauferstadt. Mit 130 Mitgliedern wurde dann die heutige Gmünder ErsatzKasse unter dem Namen "Nationale Kranken- und Begräbniskasse des Gewerkvereins der Deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandter Berufsgenossen" aus der Taufe gehoben.

Diese freiwillige Solidaritäts- und Selbsthilfeeinrichtung fühlte sich dem sozialen Gedanken verpflichtet, dass Gesunde und Einkommensstarke den Kranken und Armen helfen sollten. Diese Verpflichtung ist bis heute ein Unternehmens-Grundsatz der GEK.

Die 1. Gründungsversammlung der Krankenkasse fand in der Gmünder Thorbäckerei am Ende der Bocksgasse statt. Vertreter örtlicher Vereine aus Berlin, Leipzig, Pforzheim und Schwäbisch Gmünd waren vertreten. Die Gmünder ErsatzKasse nutzte also den guten Namen der gediegenen Gold- und Silberstadt auf der einen Seite, andererseits verhalf die deutschlandweit agierende Krankenkasse auch dem Namen der schwäbischen Stadt im ganzen Reich zu mehr Ansehen.

Die Geschichte der Gmünder ErsatzKasse ist eng mit historischen Gmünder Gebäuden verbunden. Die Öffentliche Goldarbeiter Versammlung traf sich im Gasthaus zum Bären oder im Grünen Baum. Nach der Gründungsversammlung im Gasthaus zur Thorbäckerei tagte ein halbes Jahr später die erste Generalversammlung im Gasthaus zum Hohenstaufen. Mit großer Mehrheit wurde Schwäbisch Gmünd als Sitz des Vorstandes bestätig, obwohl bereits 50 Prozent der Versicherten gebürtige Berliner waren. Die Begründung: In Württemberg habe man doch mehr Freiheit in Vereinssachen als in Berlin.

In der Gmünder Mörikestraße beim Stadtgarten konnte die GEK 1924 ein eigenes viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus beziehen. Das neue Verwaltungsgebäude in der Goethestraße entstand im Jahr 1952. Seine Erweiterung zierte den Titel der ersten Mitgliederzeitschrift im Jahr 1959. Und zum 100-jährigen Jubiläum 1978 ist die Hauptverwaltung bereits in die neuen Räume des GEK-Domizils auf dem Lindenfeld eingezogen.

Heute ist die Gmünder ErsatzKasse nicht nur ein maßgebender Partner der Stadt Schwäbisch Gmünd als Gesundheitsstadt, sondern auch einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region. Rund 800 hochqualifizierte und krisensichere Arbeitsplätze bieten die Hauptverwaltung in Unterbettringen und die Geschäftsstelle in der Oberbettringer Straße, von der aus in der Region über 28 000 Versicherte betreut werden. Damit nicht genug, mit derzeit rund 300 Auszubildenden schafft die GEK eine Quote von fast 20 Prozent. Und wer in den letzten Jahren seine Ausbildung abgeschlossen hatte, konnte bei der "Gmünder" mit einem sicheren Arbeitsplatz rechnen.

 
 

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