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Schwäbisch Gmünd, 2010
verschiedene Zeitungsartikel im Mai 2010

 
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verschiedene Zeitungsartikel

 

Grünschau 2019 schmückt Remstal
von Michael Länge
© Gmünder Tagespost 22.06.2010

Grünschau 2019 schmückt Remstal

Landesregierung erteilt 15 Gemeinden Zuschlag für gemeinsame kleine Gartenschau – Drei Millionen Förderung

Die Nachricht kam am Dienstag kurz nach 10 Uhr: Das Landeskabinett habe am Morgen entschieden, dass 15 Gemeinden im Remstal – von Essingen bis Remseck – im Jahr 2019 eine gemeinsame Grünschau ausrichten, informierte Finanzstaatssekretär Dr. Stefan Scheffold. Die (Ober)Bürgermeister im Gmünder Raum begrüßten dies. Mindestens drei Millionen Euro fließen damit ins Remstal.

Entscheidend war dabei, dass mehrere Gemeinden beteiligt sind, sagte der CDU-Landtagsabgeordnete. Dies ist auch der Grund dafür, weshalb die Remstal-Grünschau vom Land mit drei Millionen Euro anstatt, wie bisher üblich, mit zwei Millionen Euro gefördert wird. Neben dem Remstal hatten sich 23 Gemeinden für ein Grünprojekt und 18 Städte für eine Gartenschau beworben. Auch das Remstal hatte eine Gartenschau angestrebt. Nun ist eine Grünschau daraus geworden, eine kleine Gartenschau also, wie Rechberghausen sie 2009 hatte. Die Kreis-, Stadt- und Gemeindeoberhäupter freuten sich allesamt. Dies sei ein gutes Jahrzehnt für Gmünd, sagte OB Richard Arnold. 2012 Stadtjubiläum, 2014 Gartenschau, 2019 Grünschau. Diese mache die Gmünder Gartenschau nachhaltiger, gebe ihr eine weitere Perspektive. RemsTotal im Mai habe gezeigt, „dass wir da punkten können“. Als einen Ansatzpunkt sah Arnold ein im Remstal durchgängiges Radwegenetz, das ausstrahlt, übers Klepperle nach Göppingen, aber auch bis Ellwangen. Das Remstal sei eine Perlenkette, die schönste Perle, zitierte Arnold die Schriftstellerin Ricarda Huch, sei Gmünd.
Als Ostalbkreis müsse man wissen, dass es auch noch andere Interessenten gegeben habe – Aalen, Ellwangen, Abts-gmünd, sagte Landrat Klaus Pavel. Die seien nicht zum Zug gekommen. Für Gmünd sei die Grünschau jedoch eine „ganz tolle Sache“. Von 2014 bis 2019 „fünf Jahre Gartenschau“ sozusagen, denn Gmünd werde eine ganz zentrale Rolle spielen, sei ein Fixpunkt für die Route. Eine „anspruchsvolle Herausforderung“ sei es dabei, mit „viel Kreativität“ einen Verbund unter den 15 Kommunen herzustellen. Wie schaffe man es, täglich einen Grünbus von Essingen bis Remseck zu organisieren, nannte er ein Beispiel. Es mache Sinn, sich früh Gedanken zu machen, sagte Pavel.
„Das gibt unserer Gemeinde einige Impulse“, ist sich Essingens Bürgermeister Wolfgang Hofer sicher. Er denkt für die Grünschau an einen Radweg von Essingen zur Remsquelle und an die Aufwertung der Ortsmitte und des Schlossparks.
„Grundsätzlich positiv“ bewertet Mögglingens Bürgermeister Ottmar Schweizer den Zuschlag. Allerdings: Eine Strecke von 80 Kilometern habe einen hohen finanziellen Aufwand, doch mit dem „Kompromiss von drei Millionen Euro“ könne man leben. Schweizer erwägt, Hochwasserschutz und Flurbereinigung mit Maßnahmen für die Grünschau zu bewältigen. Und er setzt und hofft darauf, dass die B 29 bis 2019 aus dem Ort draußen ist.
Lorchs Bürgermeister Karl Bühler, einer der ersten Verfechter des interkommunalen Gedankens, will seine Stadt 2019 als Remsmitte präsentieren, mit einem Balkon an der Remsbrücke, wo Radwege zusammenkommen. Am jetzigen Feuerwehrhaus will er das Remsufer zugänglich machen. Viel wichtiger aber ist dem Lorcher Bürgermeister, mit der Grünschau statt des „Klein-Kleins“ das „Wir-Gefühl im Remstal“ zu fördern.

 
 

SWR

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