Schwäbisch Gmünd, 2010

Strahlende Vorteile dank LED-Beleuchtung im Stadtgarten

Mit einer cleveren Investition setzt sich das Congress-Centrum Stadtgarten beim Umweltschutz, bei der Wirtschaftlichkeit und bei der Innovationsfreude an die Spitze der Riege vergleichbarer Veranstaltungszentren: Durch den pfiffigen Einsatz modernster LED-Strahler werden im Stadtgarten künftig pro Jahr 78 Tonnen Kohlendioxid und über 36 000 Euro an Energiekosten eingespart. Damit leistet die Schwäbisch Gmünder Einrichtung Pionierarbeit auf diesem Sektor.
Derzeit ist der Peter-Parler-Saal bereits mit den neuen Lampen ausgestattet – insgesamt 210 Lampen wurden hier erneuert. „Wir schonen damit Ressourcen und dämpfen die Kosten,“ freut sich CCS-Geschäftsführer Wolfram Hub. Die Hängelampen im Saal selbst bleiben dabei erhalten; ausgetauscht werden allerdings die derzeit 250 Watt starken Halogenleuchten durch die 45-Watt-LED-Leuchten. Dafür, dass der technische Wechsel reibungslos funktioniert und dass die gleiche Lichtausbeute und Lichtfarbe im Saal erreicht wird, brauchte es freilich einiges ingenieurstechnisches Know-How und ein bisschen Tüftelei. Das Engagement zahlt sich aus: Statt bisher rund
195 000 Kilowattstunden fallen nun nur noch 27 600 Kilowattstunden im Jahr an. Dadurch sinken die jährlichen Kosten von 41 916 Euro auf 5353 Euro. Das ist nicht der einzige Vorteil: Dank der LED-Technik wird auf das giftige Quecksilber in der Herstellung von alternativen Energiesparlampen verzichtet und man muss wesentlich seltener die Lampen auswechseln. Die Halogenleuchten mussten nämlich bisher nach maximal 2000 Betriebsstunden von den Mitarbeitern erneuert werden – bei einem realistisch angesetzten Acht-Stunden-Einsatz pro Tag hielt eine solche Birne also gerade mal höchstens acht Monate. Die LED-Einsätze strahlen dagegen rund 50 000 Arbeitsstunden. Rechnerisch müssen sie also erst nach gut 17 Jahren ausgetauscht werden. Hub: „Unsere Mitarbeiter müssen also nicht mehr so häufig zur Decke hoch; die Rüstzeiten verringen sich enorm.“ So rechnet sich das neue zukunftsweisende Beleuchtungskonzept erstaunlich schnell: Die Invesition in Höhe von rund 62 500 Euro soll sich schon nach 1,6 Jahren amortisiert haben. Am Beispiel einer einzelnen Leuchte zeigen sich die Vorteile ganz konkret: Musste das Congress-Centrum bislang für eine Glühlampe 141 Euro an Energiekosten im Jahr ansetzen, so reichen jetzt für die LED-Strahler gerade mal 25,50 Euro. Außerdem erzeugen die neuen Lampen im Gegensatz zur Halogentechnik nicht so viel Abstrahlwärme ; dies sorgt nochmals für Einsparungen in Höhe von 2,78 Euro pro Lampe an Kühlleistung.
Die Besucherinnen und Besucher, die Veranstalter und die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne merken davon allerdings nichts: Die Helligkeit im Saal ist auf gleichem Niveau gewährleistet, und auch Video- und Fotoaufnahmen werden durch die Beleuchtung nicht beeinträchtigt.
Am neuen Lichtkonzept des Stadtgartens beteiligten sich die Unternehmen Koch Lichteffekte und Eventtechnik Walser und Ulbrich – jeweils aus Metzingen – sowie federführend die Roderer Industrieberatung aus Langenfeld bei Leverkusen. Die Investitionen in Schwäbisch Gmünd sieht CCS-Geschäftsführer Wolfram Hub dabei durchaus als Zeichen setzend für andere Veranstaltungshallen: „Es ist eine geringe Investition, die sich unbedingt zum Nachahmen empfiehlt.“        

 
 

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