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Liebe hat viele Gesichter

Ausstellung zur Sexualaufklärung und Aids-Prävention

Schwäbisch Gmünd (nb) – Eine Ausstellung über Liebe, Lust und Partnerschaft wird vom 5. bis 16. September auf dem Gmünder Marktplatz zu sehen sein. Wichtiger Bestandteil werden lokale Institutionen sein, die in den Bereichen Sexualaufklärung und Aidsprävention arbeiten und vor Ort für Fragen zur Verfügung stehen. Auch werden Betreuer vertreten sein, die informieren und Schulklassen durch die Ausstellung führen.

Seit zwei Jahren schon hat sich Alexander Groll vom Gesundheitsdezernat Gmünd um die Ausstellung bemüht, wie er im gestrigen Pressegespräch erklärte. Große Städte wie Berlin oder München hatten stets den Vorzug erhalten. Schwäbisch Gmünd wird voraussichtlich die einzige Station in Südeutschland bleiben. Ingrid Schmitt, die im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Durchführung der Ausstellung organisiert, rechnet mit rund 2000 Schülern und 10000 weitern Besuchern.

„Hand aufs Herz“

In zwei Trucks, auf einer Gesamtfläche von 350 qm, wird das „Liebesleben“ stattfinden. Fünf drehbare Vitrinen werden dort zu sehen sein, in denen sich Gegenstände befinden, die mit dem „Liebesleben“ zu tun haben. Dabei wer-den auch Gegenstände ausgestellt, die im weiteren Sinne mit dem „Liebesleben“ zu tun haben. „Hand aufs Herz“ ist eine weitere Station der Ausstellung. Hier können die Besucher alles, was ihnen zum Thema Liebe einfällt, zu Papier bringen. Auch gibt es die Möglichkeit, eine Liebesbrief zu schreiben, der in der Ausstellung veröffentlicht werden kann. „Ich bin oft gerührt, wenn ich sehe, wie schön Jugendliche ihre Gefühle beschreiben können“, sagt Ingrid Schmitt voller Vorfreude.

Infos zu Aidsprävention

AN der Hörstation kommen die Besucher in den Genuss, Gedichte, Briefauszüge und Texte von bekannten und unbekannten Autoren anzuhören. Eine Fotoausstellung von berühmten Liebespaaren soll die Phantasie der Betrachter beflügeln. Interessant dürfte auch die Kondomausstellung sein, die Kondomvariationen ab dem 16. Jahrhundert präsentiert. Weitere Infos bekommen die Besucher an den Touchscreens, bei denen die Möglichkeit besteht, durch interessante Websites zu surfen und die Arbeit der zehn örtlichen Kooperationspartner kenne zu lernen.

Irmgard Dambacher von der Caritas war beim gestrigen Pressetermin im Auftrag des Arbeitskreises für Schwangerschafts- und Schwangerenkonflikt-beratungsstellen im Ostalbkreis zu Gast. Es sei gut, betonte sie, dass die lokalen Institutionen die Möglichkeit hätten, ihre Beratungs- und Präventionsprogramme vorzustellen. So könnten die Besucher die Mitarbeiter kennenlernen. „Man geht lieber zu jemanden, den man schon einmal gesehen hat“, hofft Dambacher auf eine Überwindung der Hemmschwelle, die bei einigen, die Hilfe bräuchten, bestehe. Ein Hauptbestandteil der Ausstellung wird die Aidsprävention sein. Hierzu wird es eine Weltkugel geben, die zeigt, dass die Aids-Epidemie im Jahr 2007 mehr als 2,1 Millionen Menschenleben gekostet hat; zur Zeit liegt die Zahl der Menschen, die weltweit mit dem Virus leben, bei rund 33,2 Millionen. In die Ausstellung integriert sind auch Berichte dreier Menschen, die an Aids erkrankt sind und erzählen, wie die mit ihrer Krankheit leben. Klar, dass bei der Sexualaufklärung und der Aidsprävention auch Kondome im Mittelpunkt stehen. Neben einem Blick in die Geschichte der Verhütungsmittel wird bei der Ausstellung auch ein Kondomberst-Gerät präsentiert, welches zeigt, wie dehnbar Kondome sind.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung, die rollstuhlgerecht ist, sind täglich von 9 bis 20 Uhr (am letzten Ausstellungstag bis 14 Uhr). Lehrer, die mit ihrer Schulklasse kommen möchten, werden gebeten, sich jetzt schon telefonisch unter 0221-7020724 sowie online anzumelden.

Eröffnet wird die Ausstellung am 5. September, 12 Uhr. Grußworte wird es von OB Leidig, Dr. Monika Stolz (MdL), Marion Caspers-Merk (MdB) sowie Prof. Dr. Elisabeth Pott, geben.

Quelle: Rems-Zeitung 17. Juli 2008


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